Durchgeplant und Vorbereitet? Teil 2

Ein Sticker-Imperium und ADHs am Buffet Es ist irrsinnig heiß in Freiburg.  Ich zerfließe förmlich auf dem Weg zur Chemie-Bib.  Es ist meine ,Morgens’-Bibliothek. Die passende Zwischenstation, wenn man zu Physiologie- bzw. Biochemie- Praktika/Seminaren/Vorlesungen oder ins Labor muss.  Die Bibliothek hat mich bei Regen immer in ihren Bann gezogen. Doch mittlerweile lerne ich sie auch […]

Durchgeplant und Vorbereitet? Teil 1

Neues aus dem Medizinstudium

Es war ein langer Tag. Ich komme nach Hause. Die Sonne steht bereits sehr tief, doch der Tag ist noch nicht vorbei. Ein Termin steht noch an. Müdigkeit und Unterzuckerung machen sich bemerkbar. Ich hatte den Entschluss gefasst, das kleine Zeitfenster, das sich in meiner Zeitplanung gefunden habe, für eine kurze Rast daheim zu nutzen. In Gedanken schon bei meinem warmen Abendessen, schließe ich mein Fahrrad an.

Abwarten: Nachtrag

Ich bin auf dem Weg zur UB. Meine Tasche vibriert. Ich steige vom Rad und nehme ein Telefonat an. Es ist eine Kommilitonin, von der ich schon seit Stunden auf ein Lebenszeichen gewartet habe. Sie ist eines meiner Anatomie-Nachschreiberkrümelchen, wie ich die Mannschaft genannt habe. Vor wenigen Stunden waren die Musterlösungen der Nachschreibeklausur veröffentlicht worden. […]

Abwarten

Ein Uhr hat’s geschlagen, die Räuber kommen nicht. Zwei Uhr hat’s geschlagen, die Räuber kommen nicht. Einen Tag nach der Anatomie Abschlussklausur findet eine wichtige Gedenkfeier statt.  Sie wird traditionell von den Medizinstudierenden des Semesters organisiert, das gerade den Präparierkurs absolviert hat. Es ist die alljährliche ökumenische Gedenkfeier der Körperspender, bei der die Studierenden auf […]

Medizin – das Richtige?

Ich betrachte die dunklen Silhouetten des Institutsviertels.  Genau wie ich schieben vor mir drei weitere Gestalten ihr Fahrrad. Hinter mir läuft eine kleine Horde. Es ist eine dieser Situationen, die man nicht hätte planen können. Nicht so. Eigentlich habe ich Mühe, meinem überambitionierten Lernplan nicht allzu sehr hinterher zu hinken. Doch ich habe eine Pause […]

—Stress-Walk—

Über den Semesterstart und Planänderungen Wolff-Gang. Mesoderm. Zwei lose Schnürbänder. Unter der Arteria und Vena testicularis, über den Nervus genitofemoralis, über Arteria und Vena iliaca communis, unterm  Ductus deferens hindurch. Ich laufe los. Ich breche auf, um zur Frühschicht zu gelangen. Wenig später sitze ich in der Vorlesung Neurophysiologie. Weil sie doch nicht aufgezeichnet wird, […]

Blaue Karawane Freiburg: Medi-Learn-Club

Wenn man in Freiburg heute Karawanen von jungen Menschen mit weißen Papiertütchen, schwarzen Beuteln und/oder blauen Hoodies umherlaufen sieht, dann handelt es sich nicht um die Invasion einer merkwürdigen Sekte. Die Wanderung rührt vielmehr von einer Aktion des Freiburger Medi-learn Clubs. Als Mitglied des Clubs galt es, an die Semestergruppe die Information zu folgender Aktion […]

Probleme der nahen und fernen Welt 3: Ein Umdenken und neue Projekte

Über Momente, die uns zu einem Perspektivenwechsel bewegen Wenn man das Krankenhaus verlässt, nachdem man fünf Tage hintereinander um 4 Uhr aufgestanden ist, dann ist man selbst bei Sonnenschein einer gewissen Hilflosigkeit ausgesetzt. Wie soll man es nun schaffen, den Tag noch sinnvoll zu nutzen? Social battery: empty. Physically: exhausted. Man braucht erstmal eine Pause.  […]

Probleme der nahen und fernen Welt 2: Fairteiler und Foodwaste

Der Umgang mit Patienten erfolgt in Regel vorurteilsfrei und aufgeschlossen. Doch gelegentlich kommt man nicht umhin zu bemerken, dass gewisse Patienten durchaus einem gewissen Stereotypen zu entsprechen scheinen. Auf Privatstation habe ich dabei vor allem mit einem Typus zu tun gehabt: Privatpatienten. Ich kann nicht bestreiten, dass ich gelegentlich durchaus fasziniert davon war, wie sich […]

Probleme der nahen und fernen Welt 1: WÜSTENSAND und Krieg

Was einen als jungen Menschen gerade so beschäftigt Es gibt Tage, da fällt es schwer, die Nachrichten zu schauen.  Es gibt Tage, da scheint die Welt besonders unfair. Besonders hart. Besonders grausam.  Noch bitterer wird es allerdings, wenn man sich eingesteht, dass die Welt nicht just in diesem Moment so geworden ist.  Auch sonst ist […]

Weltfrauentag: My name is

Über den Weltfrauentag im Krankenhaus _____________________________________________________________________________________________________________________________________ Mein Name ist nicht Mäuschen. Mein Name ist nicht Süße. ,,Schätzchen, ich hätte noch eine Frage.” Ich drehe mich um, das Stethoskop in der Hand, die Blutdruckmanschette unter den Arm geklemmt. ,,Mein Name ist nicht Schätzchen. Ich habe einen richtigen Namen. Und, wenn Sie den nicht aussprechen können, dann […]

Krankenhauswelt: Distanz und Regenbögen

Für einen kurzen Augenblick ziehe ich meine Maske unters Kinn und recke die Nase in die Sonne. Sie lässt sich derzeit immer häufiger blicken, die Sonne. Doch man darf sich nicht täuschen lassen, auf dem Balkon ist es noch immer ziemlich kalt. Ich lehne mich an das Gerüst und blicke über das Klinikgelände. Der Ausblick […]