Gesetzliche Krankenversicherung GKV
- Familienversicherung bis 25 Jahre (kostenfrei)
- Studententarif: ca. 145 € / Monat
- Ab 30 Jahre: freiwillig ca. 250 €
- Leistungen nach Kassen-Standard
Die Wahl der richtigen Krankenversicherung gehört zu den ersten wichtigen Entscheidungen im Medizinstudium. In Deutschland besteht Versicherungspflicht – jeder Student muss also abgesichert sein. Doch gerade Medizinstudenten stehen dabei vor besonderen Fragen:
Familienversicherung? Studententarif in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)? Oder lohnt sich der Schritt in die private Krankenversicherung (PKV)?
Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten es gibt, welche Besonderheiten für Medizinstudierende gelten und wie du die Weichen für deinen späteren Berufsweg richtig stellst.
DOC Supporter » Medizinstudenten » Krankenversicherung Medizinstudium
Das Wichtigste auf einen Blick
Die kostenlose Familienversicherung über ein gesetzlich versichertes Elternteil endet mit dem 25. Geburtstag.
Danach kostet der Studententarif in der gesetzlichen Krankenversicherung aktuell rund 145 € pro Monat (inkl. Pflegeversicherung, je nach Krankenkasse).
Wer nicht (mehr) über diesen Tarif abgesichert werden kann, gilt als freiwillig versichert – und zahlt derzeit etwa 250 € pro Monat. Weitere Infos bei der Techniker Krankenkasse .
Sind die Eltern verheiratet, ein Elternteil privat versichert und verdient gleichzeitig mehr als das andere Elternteil, besteht kein Anspruch auf Familienversicherung.
Das Kind – also die Medizinstudentin oder der Medizinstudent – ist dann entweder privat versichert oder freiwillig gesetzlich. Trotzdem gut zu wissen: Die GKV ist grundsätzlich möglich.
Ob Kinder (bis 25. Lebensjahr) kostenlos gesetzlich in der Familienversicherung angemeldet werden können, haben wir im Artikel Ärzte PKV bereits einmal beschrieben. Hier noch einmal grafisch festgehalten:
➡️ Nicht verheiratet? → Kostenfreie Familienversicherung bei GKV-Elternteil
➡️ Verheiratet? → weiter prüfen
➡️ Unterhalb der JAEG → Kostenfreie Familienversicherung möglich
➡️ Oberhalb der JAEG → weiter prüfen
➡️ PKV-Elternteil verdient weniger → Kostenfreie Familienversicherung möglich
➡️ PKV-Elternteil verdient mehr → Keine kostenfreie Familienversicherung – Kind muss in PKV oder freiwillig GKV
Oft niedrigere Beiträge im Studium als in der GKV
Bessere Leistungen, z. B. bei Zahnersatz, Psychotherapie oder im Krankenhaus
Interessant für Medizinstudenten, da Ärzte später ohnehin häufig in der PKV versichert sind
GKV |
Ottonova Study Smart |
Inter JAZ 300 A |
Allianz GSB100 A + GSZ90 A |
|---|---|---|---|
| 145 € bis 30 J. 250 € ab 30 J. |
132,48 € 18 J. 164,95 € 30 J. |
218,96 € 18 J. 253,85 € 30 J. |
277,45 € 18 J. 317,16 € 30 J. |
|
|
|
|
| Mehr Infos GKV | Ottonova Vorschlag | Inter Vorschlag | Allianz Vorschlag |
145 € bis 30 J.
250 € ab 30 J.
132,48 € (18 J.)
164,95 € (30 J.)
218,96 € (18 J.)
253,85 € (30 J.)
277,45 € (18 J.)
317,16 € (30 J.)
Das Medizinstudium unterscheidet sich von vielen anderen Studiengängen:
Noch Fragen? Nimm jetzt unkompliziert mit uns Kontakt auf.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Einfach und unkompliziert
Familienversicherung bis 25 kostenlos
✘ Studententarif endet mit 30 Jahren
✘ Standardisierte Leistungen, keine individuelle Anpassung
Private Krankenversicherung (PKV)
Günstige Einsteigertarife für Studierende
Höhere Leistungen (z. B. Chefarztbehandlung, Einbettzimmer, bessere Zahnversorgung)
Nahtloser Übergang in die spätere ärztliche Tätigkeit, wo die PKV oft attraktiver ist
✘ Kein Zurück in die GKV während des Studiums möglich
✘ Beiträge steigen nach dem Studium, müssen aber mit dem Arztgehalt neu bewertet werden
Welcher Weg für Ärztinnen und Ärzte der richtige ist, daürber klärt der Artikel Ärzte PKV auf. Ab wann die entsprechende Jahresarbeitentgeltgrenze wahrscheinlich überschritten wird, dazu finden sich hier gute Anhaltspunkte: Was verdienen Ärzte?
Die wichtigsten Unterschiede für Medizinstudenten – schnell erfasst und im Blick.
Vertiefe dein Wissen und erfahre, wie du dich im Studium und beim Berufsstart optimal absicherst.
Deine Entscheidung im Studium wirkt sich auch auf die Zeit als Arzt oder Ärztin aus:
Ein Optionstarif in der privaten Krankenversicherung ermöglicht dir, schon als Medizinstudent deinen Gesundheitszustand „einzufrieren“. Das bedeutet:
Zum Berufsstart solltest du unbedingt über eine Krankentagegeldversicherung nachdenken.
Telefonisch, persönlich oder online für dich da
Die Wahl der richtigen Krankenversicherung ist für Medizinstudenten mehr als nur eine Kostenfrage – sie beeinflusst auch deinen Weg in die ärztliche Tätigkeit.
Familienversicherung nutzen, solange es geht
Studententarif in der GKV als einfache Standardlösung
PKV als attraktive Option für leistungsbewusste Studierende und mit Blick auf die Zukunft als Arzt
Welche Lösung für dich am besten ist, hängt von deiner persönlichen Situation und deinen Plänen ab.
👉 Wir beraten dich individuell und unabhängig – damit du heute gut abgesichert bist und morgen entspannt in dein Berufsleben als Arzt startest.
Bis zum 25. Geburtstag kannst du in der Regel noch kostenlos familienversichert sein. Danach zahlst du den Studententarif von ca. 145 € pro Monat (inkl. Pflegeversicherung). Ab dem 30. Lebensjahr steigt der Beitrag auf rund 250 € pro Monat, da du dann freiwillig gesetzlich versichert bist.
Private Krankenversicherungen bieten spezielle Studententarife. Je nach Anbieter zahlst du mit 18 Jahren etwa 130–220 € pro Monat, mit 30 Jahren rund 160–320 €. Entscheidend sind gewählte Leistungen und ob Pflegepflichtversicherung enthalten ist.
Das hängt von deiner Situation ab. Die GKV ist einfach, solide und vor allem durch die Familienversicherung zunächst oft kostenlos. Die PKV bietet günstigere Studententarife, deutlich bessere Leistungen (z. B. Chefarzt, Einbettzimmer, Zahnersatz) und passt langfristig besser zur ärztlichen Tätigkeit. Wer sich aber einmal von der GKV befreien lässt, kann während des Studiums nicht zurück.
Viele bleiben automatisch in der GKV und übersehen, dass die PKV für Studenten oft günstiger ist. Ein weiterer Fehler ist, keinen Optionstarif abzuschließen – damit verschenkt man die Chance, den Gesundheitszustand frühzeitig „einzufrieren“. Auch der Verzicht auf eine Krankentagegeldversicherung zum Berufsstart kann teuer werden.
Vergleiche nicht nur die Beiträge, sondern vor allem die Leistungen: ambulant, stationär, Zahn und die Dauer des Studententarifs. Achte darauf, ob der Tarif bis ins Assistenzarztalter fortgeführt werden kann. Ein unabhängiger Vergleich mit Blick auf deine persönliche Situation (Studiumsdauer, Ausland, Berufspläne) ist der beste Weg.