Wenn dein Versorgungswerk zahlt, ist es meist schon zu spät. Denn die ärztliche Versorgung leistet erst bei 100 Prozent Berufsunfähigkeit — und auch nur, wenn du jede ärztliche Tätigkeit aufgegeben hast. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schützt dich schon dann, wenn du deinen Beruf nur noch zur Hälfte ausüben kannst. Bei DOC Supporter beraten wir Ärztinnen und Ärzte spezialisiert, unabhängig und ohne Vertriebsdruck — vom Medizinstudium bis zur eigenen Praxis.
Das Wichtigste auf einen Blick
Viele Ärztinnen und Ärzte denken zuerst an das Versorgungswerk, wenn es um die Absicherung der Arbeitskraft geht. Schließlich zahlst du jeden Monat hohe Pflichtbeiträge ein. Genau hier liegt der größte Trugschluss: Die ärztlichen Versorgungswerke sind kein Ersatz für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung — sondern eine Altersvorsorge mit angehängter Notfallregelung.
Eine Berufsunfähigkeitsrente aus deinem Versorgungswerk bekommst du nur, wenn du zu 100 Prozent berufsunfähig bist – also faktisch keine ärztliche Tätigkeit mehr ausüben kannst. In vielen Versorgungswerken ist dafür die Rückgabe der Approbation oder zumindest die vollständige Einstellung jeder ärztlichen Arbeit erforderlich.
Was bedeutet das konkret? Wenn du dich als Chirurg an der Hand verletzt und keine Operationen mehr durchführen kannst, theoretisch aber noch als Allgemeinmediziner arbeiten könntest, zahlt dein Versorgungswerk in der Regel nichts. Du bist im Sinne der Satzung nicht berufsunfähig.
Die Zahlen bestätigen das: Nur weniger als ein Prozent der Mitglieder eines Versorgungswerks beziehen je eine Berufsunfähigkeitsrente. Wie selten das ist, zeigt die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe: Ende 2024 standen rund 49.250 Mitgliedern nur 441 laufende Berufsunfähigkeitsrenten gegenüber. Eine echte Absicherung sieht anders aus.
„Anspruch auf das Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit entsteht nicht, solange das Mitglied nicht seine gesamte berufliche Tätigkeit aufgegeben hat.“— Auszug Satzung Bayerische Ärzteversorgung, §36
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet dagegen schon, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf – so wie er in gesunden Tagen ausgestaltet war – voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Du musst weder deine Approbation abgeben noch komplett aus dem Berufsleben aussteigen.
Bleiben wir beim Chirurgen-Beispiel: Mit einer privaten BU bekommst du in diesem Fall die volle vereinbarte BU-Rente – selbst wenn du beratend oder in einer anderen ärztlichen Funktion weiterarbeitest. Moderne Tarife verzichten auf die sogenannte abstrakte Verweisung, also auf das Recht des Versicherers, dich auf einen anderen zumutbaren Beruf zu verweisen.
Statistisch gehören Ärzte zu den Berufsgruppen mit unterdurchschnittlichem Berufsunfähigkeitsrisiko. Das ist auch der Grund, warum die monatlichen Beiträge für eine Ärzte-BU deutlich günstiger sind als für körperlich belastende Berufe. Und tatsächlich gibt es kaum eine Berufsgruppe, bei der die BU-Versicherung so starke Verbreitung findet – zum Glück. Es gilt: Berufsunfähigkeit ist auch bei Medizinern das wirtschaftlich größte Risiko der Erwerbsphase – schlicht, weil die wegfallenden Einkommen über die gesamte Karriere hinweg sehr hoch sind.
Innerhalb der Ärzteschaft sind heute psychische Erkrankungen mit Abstand die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Über alle Berufe hinweg liegen sie bei rund 36 Prozent – und in einem Beruf mit hoher Verantwortung, Schichtdienst und chronischer Belastung sind Ärzte besonders exponiert. Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebs folgen auf den weiteren Plätzen.
Mehr zum Thema Versorgungswerk und seine Grenzen findest du in unserem Artikel BU-Rente vom Versorgungswerk für Ärzte.
Die ehrliche Antwort: jetzt. Je früher du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, desto günstiger ist der Beitrag — und desto besser sind die Annahmechancen. Beides hängt zusammen, weil junge Mediziner statistisch gesünder sind und damit einfacher in den Versicherungsschutz kommen.
Es gibt jedoch immer auch Ausnahmen von der Regel: Es kann z. B. sein, dass vor 2 Jahren und 10 Monaten eine Psychotherapie abgeschlossen wurde. Gleichzeitig gibt es interessante Anbieter, die das nur 3 Jahre zurückfragen. Dann ist es in den meisten Fällen besser, noch 2 Monate und einen Tag mit dem BU‑Abschluss zu warten.
Schon als Medizinstudent kannst du dich versichern — und solltest es ernsthaft prüfen. Manche Anbieter stufen Studierende der Humanmedizin direkt in eine günstige Berufsgruppe ein, andere verlangen einen Mehrbeitrag, der nach Berufseinstieg entfällt. Es gibt also relevante Unterschiede, die einen Spezialisten erfordern. Hinzu kommt: Über die Beitragsdynamik wächst dein Schutz automatisch mit, ohne dass du als Berufseinsteiger erneut Gesundheitsfragen beantworten musst.
Einige Versicherer bieten vereinfachte Gesundheitsfragen speziell für Medizinstudenten an — unter anderem Allianz, HDI und LV 1871. Das senkt die Hürde beim Abschluss erheblich, wenn deine Gesundheitshistorie nicht ganz makellos ist. ➜ Vereinfachte Gesundheitsfragen für Ärzte und Medizinstudenten.
Spätestens mit Beginn der Weiterbildung solltest du eine private BU abgeschlossen haben — am besten mit der ersten festen Anstellung. Drei Gründe: dein Einkommen steigt deutlich, dein Bedarf wächst, und gleichzeitig häufen sich erste Diagnosen in der Patientenakte (Skiunfälle, Rückenprobleme aus dem Studium, kurze psychotherapeutische Beratungen). Jede dieser Diagnosen kann später zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.
Viele Versicherer schlagen einen deutlichen Mehrbeitrag auf, sobald Operationen zur Tätigkeit gehören. Es gibt jedoch Anbieter wie HDI, die in der Assistenzarztphase nicht zwischen operativer und nicht-operativer Tätigkeit unterscheiden - der Beitrag bleibt gleich. Wer als Assistenzarzt vor der Wahl einer operativen Fachrichtung steht, kann hier mehrere Tausend Euro über die Vertragslaufzeit sparen. ➜ Mehr zur BU für angestellte Ärzte.
Bevor ein Versicherer dich annimmt, prüft er deine Gesundheitshistorie. Was harmlos klingt, entscheidet in der Praxis über Annahme, Beitrag und mögliche Leistungsausschlüsse. Die wichtigste Regel: Vollständigkeit schützt dich, Lückenhaftigkeit kostet dich im Leistungsfall.
Eine Versicherung wird beim Antrag selten kritisch nachfragen – solange du Beiträge zahlst, ist alles gut. Aber im Ernstfall wird genau geprüft, ob deine Angaben damals korrekt und vollständig waren. Eine falsche oder verschwiegene Angabe kann ausreichen, um die Leistung zu verweigern.
Hol dir die Auskunft bei deiner Krankenkasse. Gesetzlich Versicherte können eine Auskunft auch direkt bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung anfordern – für alle ambulanten Behandlungen. Privatversicherte sammeln ihre Rechnungen und Krankenhausentlassungsberichte. Wir empfehlen eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Anbietern parallel. Wessen Antrag einmal konkret abgelehnt wurde, der muss dies in (fast) jedem weiteren Antrag angeben.
Du erhältst von uns einen Link und ein Passwort für einen Fragebogen, den du ausfüllst. Unsere medizinische Abteilung geht alles durch, nimmt dich an die Hand, stellt Rückfragen und anonyme Risikovoranfragen. Das kostet dich nichts, schützt dich aber vor Fehlentscheidungen, die viele Tausend Euro kosten können. ➜ Aufbereitung Gesundheitshistorie.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist mehr als eine Rentenhöhe und ein Beitrag. Die entscheidenden Unterschiede zwischen guten und schlechten Tarifen stehen im Kleingedruckten. Die folgenden Klauseln solltest du jeden Vermittler im Detail erklären lassen — und genauso prüfen wir sie bei DOC Supporter für jeden unserer Mandanten.
Die AU-Klausel (Arbeitsunfähigkeitsklausel) zahlt dir bereits dann eine Rente, wenn du sechs Monate ununterbrochen krankgeschrieben bist – bevor formal eine Berufsunfähigkeit anerkannt wird. Sie überbrückt die oft monatelange Leistungsprüfung und ist heute ein moderner Standard, den jeder gute Tarif anbieten sollte.
Manche Anbieter zahlen 24 Monate, andere 36 Monate. Manche verlangen, dass du parallel BU-Leistungen beantragst, andere lassen die AU-Leistung unabhängig laufen. Diese Details machen im Ernstfall den Unterschied von zigtausend Euro. ➜ Die AU-Klausel in der BU-Versicherung.
Sobald du eine Praxis übernimmst oder gründest, wird die Umorganisationsklausel zur wichtigsten Bedingung in deinem Vertrag. Sie regelt, ob dein Versicherer dir die Leistung verweigern darf, weil du theoretisch deine Praxis umorganisieren könntest – zum Beispiel durch einen angestellten Arzt, der deine wegfallenden Tätigkeiten übernimmt. Viele Tarife verzichten ausdrücklich auf die Umorganisationsprüfung für Ärzte oder bei Praxen mit weniger als fünf Mitarbeitern. Gute Tarife verzichten bei Ärzten generell auf die Prüfung der Umorganisation. Zwischen diesen beiden Regelungen gibt es eine Reihe Varianten – wir legen hier also dar, was mindestens vorhanden ist und wie es bestmöglich gestaltet wird.
Die Infektionsschutzklausel verspricht eine Leistung, wenn du wegen einer Infektion ein behördliches Tätigkeitsverbot bekommst. In den meisten modernen Tarifen ist sie ohnehin enthalten und greift parallel zum Infektionsschutzgesetz, das dir bereits umfassende Entschädigungen sichert. Was wirklich zählt: Ob die Klausel bereits bei einem 50-Prozent-Tätigkeitsverbot greift — oder erst bei vollständigem Berufsverbot.
Wenn du deine Wochenstunden reduzierst — etwa für Familie, Weiterbildung oder Pflege eines Angehörigen — und danach berufsunfähig wirst, prüfen viele Versicherer nur deine reduzierte Tätigkeit. Eine gute Teilzeitklausel hingegen bezieht sich weiter auf deinen ursprünglichen Vollzeit-Beruf.
Die meisten BU-Versicherungen sehen vor, dass die Begutachtung für den BU-Fall in Deutschland stattfinden muss. Bist du aber gerade im Ausland, ist das nicht ohne Weiteres machbar. Daher wird bei dieser Versicherung eine Rückreispflicht vorausgesetzt. Die Kosten für Flug (Economy) und Bahn (2. Klasse) werden von der Versicherung erstattet.
Was aber, wenn du gar nicht reisen kannst? Dann verstreicht wertvolle Zeit, in der keine BU-Rente gezahlt wird.
Die zentrale Frage: Kann der Versicherer verlangen, dass die versicherte Person bei einem BU-Leistungsfall zur Untersuchung nach Deutschland zurückkehrt?
Anbieter | Rückreiseregelung | Bewertung |
|---|---|---|
Allianz | Rückreise kann verlangt werden | ⚠️ Standard |
Alte Leipziger | Erstbericht vor Ort möglich; Rückreise nur wenn weitere Untersuchung nötig | ✅ Kundenfreundlich |
Helvetia (ehem. Baloise) | Rückreise nur wenn vor Ort keine vergleichbare Untersuchung wie in D möglich ist | ✅ Kundenfreundlich |
die Bayerische | Rückreise kann verlangt werden | ⚠️ Standard |
DÄV | Rückreise nur wenn vor Ort keine vergleichbare Untersuchung wie in D möglich ist | ✅ Kundenfreundlich |
Barmenia / Gothaer | Untersuchung in D oder bei deutschem Botschaftsarzt; Verzicht auf Rückreise wenn nicht transportfähig | ✅ Gut |
Hannoversche | Untersuchung in D oder bei Arzt einer deutschen Botschaft (Regionalarzt) | ✅ Gut |
HDI | Versicherer entscheidet: Rückreise oder Anerkenntnis von Untersuchungen durch Botschaftsarzt | ✅ Flexibel |
LV 1871 | Anerkenntnis von Untersuchungen durch englisch- oder deutschsprachigen, zuständigen Facharzt mit Gutachtenerfahrung | 🏆 Sehr kundenfreundlich |
Nürnberger | Rückreise kann verlangt werden | ⚠️ Standard |
➜ Mehr zum Thema BU im Ausland
Dein Einkommen als Arzt wird über die Karriere deutlich steigen. Vom Berufseinsteiger mit 5.700 EUR brutto bis zum niedergelassenen Facharzt oder Oberarzt liegen oft mehrere Tausend Euro monatlich. Eine Verdoppelung oder Verdreifachung des Einkommens innerhalb von 20 Jahre ist die Regel und keine Ausnahme. Eine BU, die bei Vertragsabschluss perfekt passt, ist später schnell unterversichert. Drei Mechanismen halten deinen Schutz mit deiner Karriere im Gleichschritt.
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Mit einer Beitragsdynamik erhöht sich dein Beitrag jährlich um einen festen Prozentsatz (üblich sind 3 bis 5 Prozent), und damit steigt auch deine BU-Rente — automatisch, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Die BU-Rente steigt entsprechend mit. Mit der Leistungsdynamik steigt die BU-Rente im Leistungsfall.
Zusammengefasst: Die Beitragsdynamik ist die automatische Erhöhung der BU-Versicherung bis zum Leistungsfall oder bis zu einem festgelegten Dynamikendalter. Die Leistungsdynamik ist die Erhöhung der BU-Rente im Leistungsbezug.
Bei aktueller Inflation ist die Dynamik mehr als nur Komfort: Sie schützt deine Absicherung davor, real zu schrumpfen.
Jährliche Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) gegenüber dem Vorjahr · Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)
Datengrundlage: Statistisches Bundesamt, Lange Reihen VPI ab 1948 · Westdeutschland bis 1991, Gesamtdeutschland ab 1992
Historische Highlights:
| Jahr | Rate | Ursache |
|---|---|---|
| 1974 | 7,0 % | 1. Ölkrise (Jom-Kippur-Krieg) |
| 1981 | 6,3 % | 2. Ölkrise (Iran-Revolution) |
| 2022 | 6,9 % | Ukraine-Krieg / Energiekrise |
| 1986 | –0,1 % | Ölpreisverfall |
| 2025 | 2,2 % | Annäherung an EZB-Ziel |
Hinweis: Bis 1991 beziehen sich die Daten auf das frühere Bundesgebiet (West), ab 1992 auf Gesamtdeutschland.
Bei wichtigen Ereignissen wie Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienkauf, Existenzgründung, Einkommenssprung oder Abschluss der Facharztausbildung kannst du deine BU-Rente erhöhen – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Gute Tarife erlauben dir, bei jedem Anlass deutlich aufzustocken; viele bieten zusätzlich eine ereignisunabhängige Erhöhung in den ersten Versicherungsjahren an. Einige wenige Tarife erlauben auch noch spätere Erhöhungen ohne Ereignis.
So baut eine Ärztin ihren Schutz über die Karriere aus — Schritt für Schritt und ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Jeder Anbieter setzt eine Obergrenze für die maximale BU-Rente, die du pro Vertrag absichern kannst - oft zwischen 3.000 und 4.500 Euro. Wer als Facharzt 6.000 Euro oder mehr absichern möchte, stößt an diese Grenzen. Die Lösung: zwei BU-Verträge bei unterschiedlichen Anbietern. Vorteile sind eine höhere Gesamtabsicherung, doppelte Nachversicherungsgarantien und Diversifizierung des Anbieterrisikos. Wir prüfen für dich, ob und wann sich das lohnt. ➜ Die 2-Vertragslösung in der Arzt-BU.
Zwei Fragen, die jede BU-Beratung früh klären muss — und bei denen Ärzte regelmäßig zu niedrig kalkulieren. Die richtige Höhe orientiert sich an deinem Nettoeinkommen abzüglich der Kosten, die im BU-Fall wegfallen, plus den Kosten, die hinzukommen.
Als Faustregel solltest du mindestens 70 bis 80 Prozent deines Nettoeinkommens absichern. So lautet die häufige Empfehlung. Aber was bedeuten 80 % vom Netto genau?
Von deiner BU-Rente gehen (eventuell) weiterhin Steuern ab. Die Krankenversicherung und Pflegeversicherung ist (ohne Arbeitgeberzuschuss) ebenfalls weiter zu bezahlen. Und idealerweise laufen auch die Beiträge zu deinem Versorgungswerk und privaten Altersvorsorge weiter. Wer hier zu knapp kalkuliert, sichert seinen Lebensstandard nicht, sondern nur seine Grundbedürfnisse - wenn überhaupt. ➜ So bestimmst du die richtige Höhe deiner BU-Rente.
📊 Die richtige Höhe der BU-Rente – auf einen Blick
ASSISTENZARZT (VKA, Ae I)
Brutto: 5.610 € → Netto: 3.435 €
80 %-Ziel: ≈ 2.748 € BU
OBERÄRZTIN (VKA, Ä III)
Brutto: 8.672 € → Netto: 6.374 €
80 %-Ziel: ≈ 5.099 € BU
Achtung: 3.000 € BU-Rente (brutto) ergeben nach KV und PV nur noch ca. 2.407 € Netto. Plane die BU-Rente deshalb immer auf Basis des Nettolohns – nicht des Bruttogehalts.
Ausführliche Berechnung, Tarifdaten und die komplette 80 %-Analyse mit Karrierepotenzial & Netto-BU-Vergleich:
→ Wie hoch sollte die BU-Rente sein?Quelle: VKA – TV-Ärzte/VKA, ab 01.08.2025. Näherungsberechnung Steuerklasse I/III, GKV mit Zusatzbeitrag 2,9 %. Details & weitere Karrierestufen auf der Detailseite.
Bis zum 67. Lebensjahr – und am besten mit Option auf mehr. Die Option besteht in einer sogenannten Verlängerungsgarantie: Falls die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rente oder in deinem Versorgungswerk erhöht wird, kannst du deine BU ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängern.
Die meisten Versicherer bieten eine Verlängerungsoption nur bei Änderung der gesetzlichen Rentenversicherung. Nur wenige Anbieter inkludieren auch eine Erhöhung der Regelaltersgrenze in den ärztlichen Versorgungswerken. Für Ärzte ist genau das relevant. ➜ BU bis zu welchem Alter sinnvoll.
Einige Anbieter werben damit, BU-Schutz und private Altersvorsorge in einem Produkt zu kombinieren. Es wird dann gerne behauptet, dass das sinnvoll sein kann, wenn deine Altersvorsorge im BU-Fall automatisch weiterläuft und/oder Steuervorteile realisiert werden. Es kann aber auch teuer und unflexibel werden. Und fast schon ein Fun-Fact, wenn es nicht so traurig und weitgehend unbekannt wäre: In mehreren Värztlichen Versorgungswerken zahlen niedergelassene Ärzte bereits pflichtmäßig so viel ein, dass das BU-Kombi-Produkt nicht mehr steuerlich absetzbar ist.
Der Fiskus sieht im Leistungsfall dennoch nicht davon ab, die BU-Rente hoch zu besteuern. Genau das wird bei den „tollen“ Steuervorteilen gerne vergessen. Wo Steuervorteile in der Einzahlphase sind, verstecken sich Steuernachteile in in der Auszahlphase.
Wir betrachten Altersvorsorge und BU als getrennte Bausteine und entscheiden gemeinsam mit dir, was zu deiner Situation passt. Mehr zum Thema, inkl. sämtlicher Vor- und Nachteile:
Das sagen zufriedene Kunden
Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt von dir ab. Der Beitrag ergibt sich aus deinem Eintrittsalter, der Höhe der BU-Rente, deiner Fachrichtung, deinem Gesundheitszustand und der Wahl der Klauseln. Trotzdem lässt sich eine verlässliche Bandbreite nennen.
Für Ärztinnen und Ärzte liegt der Beitrag in der Regel bei 15 bis 20 EUR pro 500 EUR monatlicher BU-Rente. Wer also 3.000 EUR BU-Rente absichert, zahlt häufig zwischen 90 und 120 EUR im Monat – bei einwandfreier Gesundheit und früh im Berufsleben oft sogar weniger. Im Vergleich zu körperlich belastenden Berufen ist das günstig: Genau das spiegelt das niedrigere Berufsunfähigkeitsrisiko der Ärzteschaft wider.
Beispielberechnung für eine Assistenzärztin oder einen Assistenzarzt, 3.000 Euro BU-Rente, 1 Prozent garantierte Leistungsdynamik, Endalter 67, mit AU-Klausel (Stand 2025/2026, monatlicher Zahlbeitrag):
| Anbieter | Tarif | Monatsbeitrag |
|---|---|---|
| Barmenia Gothaer | Premium | 89,00 € |
| Helvetia | Baloise BU | 90,56 € |
| HDI | BU EGO Top | 92,04 € |
| LV 1871 | Golden BU | 109,37 € |
| Alte Leipziger | SecurAL | 113,82 € |
Gleiche Eckdaten, aber mit operativer Tätigkeit. Hier zeigt sich, warum die Anbieterwahl für angehende Chirurgen so wichtig ist:
| Anbieter | Tarif | Monatsbeitrag |
|---|---|---|
| HDI | BU EGO Top | 92,04 € |
| Helvetia | Baloise BU | 105,12 € |
| Barmenia Gothaer | Premium | 108,00 € |
| LV 1871 | Golden BU | 121,66 € |
| Alte Leipziger | SecurAL | 146,85 € |
Während viele Anbieter den Beitrag deutlich erhöhen, sobald Operationen zur Tätigkeit gehören, bleibt z. B. der HDI-Beitrag in beiden Fällen identisch bei 92,04 Euro. Bei der Alten Leipziger steigt der Beitrag dagegen von 113,82 auf 146,85 Euro — ein Unterschied von rund 33 Euro im Monat oder über 10.000 Euro über die Vertragslaufzeit. Wer als Assistenzarzt eine operative Fachrichtung anstrebt, sollte diesen Punkt unbedingt vor Abschluss prüfen lassen.
| Anbieter | Tarif | Monatsbeitrag |
|---|---|---|
| Barmenia Gothaer | Premium | 89,00 € |
| Helvetia | Baloise BU | 90,56 € |
| HDI Tipp | BU EGO Top | 92,04 € |
| LV 1871 | Golden BU | 109,37 € |
| Alte Leipziger | SecurAL | 113,82 € |
| Anbieter | Tarif | Monatsbeitrag |
|---|---|---|
| HDI unverändert | BU EGO Top | 92,04 €± 0,00 € |
| Helvetia | Baloise BU | 105,12 €+ 14,56 € |
| Barmenia Gothaer | Premium | 108,00 €+ 19,00 € |
| LV 1871 | Golden BU | 121,66 €+ 12,29 € |
| Alte Leipziger | SecurAL | 146,85 €+ 33,03 € |
Beispielberechnungen, Zahlbeitrag ohne individuelle Risikozuschläge. Die Differenz in der rechten Tabelle bezieht sich auf den jeweiligen Beitrag ohne operative Tätigkeit. HDI unterscheidet in der Assistenzarztphase nicht nach operativer Tätigkeit — der Beitrag bleibt identisch. Dein tatsächlicher Beitrag hängt von Gesundheitshistorie, Fachrichtung und gewählten Bausteinen ab.
Die genannten Beiträge sind Beispielberechnungen und stellen den Zahlbeitrag ohne individuelle Risikozuschläge dar. Dein tatsächlicher Beitrag hängt von deiner Gesundheitshistorie, deiner Fachrichtung und den gewählten Bausteinen ab. Gerne erstellen wir dir ein konkretes, auf dich zugeschnittenes Angebot.
Manchmal ändern sich Lebensumstände, und die Frage nach einer Kündigung kommt auf. Wichtig zu wissen: Was mit deinem eingezahlten Geld passiert, hängt vom Vertragstyp ab. Im deutschen Markt gibt es drei Varianten.
Liste der drei Varianten:
1. Kündigung mit Rückkaufswert. Die häufigste Form. Du erhältst je nach Vertragslaufzeit einen Betrag aus einer Rückkaufwerttabelle ausgezahlt.
2. Kündigung ohne Auszahlung. Es findet kein finanzieller Ausgleich statt — du verlierst die eingezahlten Beiträge.
3. Beitragsfreistellung mit beitragsfreier BU-Rente. Du zahlst keine Beiträge mehr, behältst aber im Leistungsfall einen reduzierten, festgelegten BU-Schutz.
Beachte: Die Rückkaufswerte sind zu Vertragsbeginn naturgemäß niedrig und erreichen ihren Höhepunkt erst um das 53. bis 57. Lebensjahr – danach fallen sie wieder stark ab. Eine BU sollte nie leichtfertig gekündigt werden. Bevor du eine bestehende BU kündigst oder wechselst, sollte der neue Vertrag bereits unterschriftsreif vorliegen. Sonst riskierst du eine Versorgungslücke und musst eine neue Gesundheitsprüfung durchlaufen – mit allen Risiken, die sich seit dem ersten Abschluss ergeben haben.
Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte entsteht nicht aus einem schnellen Online-Vergleich, sondern aus Spezialisierung. Wir beraten ausschließlich Mediziner — vom Studium über die Assistenzarztzeit bis zur eigenen Praxis. Wir kennen die Tariflandschaft, die für Ärzte relevanten Klauseln und die Anbieter, die in Sonderfällen wie der chirurgischen Weiterbildung oder bei vereinfachten Gesundheitsfragen die besten Konditionen bieten.
Wir sind unabhängiger Makler, nicht an einen Versicherer gebunden, und beraten ohne Vertriebsdruck. Unser Ziel ist nicht der schnelle Abschluss, sondern dein langfristig passender Schutz — und dass im Ernstfall auch wirklich gezahlt wird. Dazu gehört, dass wir gemeinsam mit dir deine Gesundheitshistorie aufarbeiten und vor dem Antrag anonyme Risikovoranfragen stellen.
Was für uns spricht:
Lass uns über deine Absicherung sprechen
Ob Medizinstudentin, Assistenzarzt oder niedergelassene Fachärztin — wir finden gemeinsam die Berufsunfähigkeitsversicherung, die zu deiner Karriere und deinem Leben passt. Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich, persönlich vor Ort oder per Video.
Ja. Dein Versorgungswerk zahlt erst bei 100 Prozent Berufsunfähigkeit, also wenn du gar nicht mehr als Arzt arbeiten kannst. Eine private BU greift dagegen schon, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst.
Sobald du voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig bist – bezogen auf deinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er in gesunden Tagen ausgestaltet war.
Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet
Die Faustregel – 80 Prozent deines Nettoeinkommens – ist für Ärzte unzureichend. Beachte, dass von der BU-Rente noch Steuern und deine Krankenversicherung abgehen – und idealerweise auch deine Altersvorsorge weiterlaufen sollte.
Im Unterschied zu vielen anderen Berufen, steigt das anfänglich schon gute Einkommen von Ärztinnen und Ärzten noch sehr deutlich. Das führt dazu, dass einstmals zu gering abgeschlossene BU-Verträge später nicht mehr dem BU-Wunschbedarf entsprechen. Dann muss in höherem Alter zu höheren Kosten und mit tendenziell zusätzlichen Erkrankungen das BU-Thema erneut komplett aufgerollt werden.
In der Regel 15 bis 20 Euro pro 500 Euro monatlicher BU-Rente. Für 3.000 Euro BU-Rente liegen die Beiträge je nach Anbieter und Gesundheit häufig zwischen 90 und 120 Euro im Monat.
Oft ja. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger der Beitrag und desto besser die Annahme. Einige Anbieter stufen Studierende sogar günstiger ein und bieten vereinfachte Gesundheitsfragen an.
Ja. Fast alle Tarife verzichten nur auf die abstrakte Verweisung. Ausgezeichnete BU-Tarife für Ärzte verzichten auch auf die konkrete Verweisung.
Nein. Die BU-Versicherung ist eine sogenannte Summenversicherung. Ist eine bestimmte Summe versichert, wird diese im Leistungsfall gezahlt.
Noch Fragen? Nimm Kontakt zu uns auf.
Über den Autor
Michael Schreiber
Gründer von DOC Supporter · Versicherungsmakler & Finanzanlagenfachmann
Michael Schreiber ist Gründer von DOC Supporter und Autor zahlreicher Fachbeiträge zur Absicherung von Ärztinnen und Ärzten. Seit 2006 berät er als Versicherungsmakler und Finanzanlagenfachmann - fachlich fundiert durch sein BWL-Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, vor allem aber mit dem Anspruch, Medizinern ehrliche, unabhängige Orientierung zu geben. Sein Antrieb: Beratung, die wirklich dem Kunden dient. Privat ist er begeisterter Sportler, Hörbuch-Enthusiast und Vater von drei Töchtern.